Mit 23 Jugendräumen gut aufgestellt

05.03.2012 Alter: 6 Jahr(e)
Von: Trierischer Volksfreund vom 03./04.03.2012
Kategorie: Presse
Postitiv ist die Bilanz ausgefallen, die Jugendpflegerin Waltraud Alten vom Jugendring Trier-Land im Verbandsgemeinderat gezogen hat. Fast 50 Veranstaltungen gab es im vergangenen Jahr, die Zahl der Mitgliedsvereine ist auf 49 gestiegen. Weil es an Betreuern fehlt, können diesmal allerdings weniger Kinder am Ferienspaß teilnehmen als sonst.

Trier. Ihre Bemühungen, die Jugendlichen im dörflichen Umfeld zu binden und zu dauerhaftem Bleiben zu bewegen, stellte Jugendpflegerin Waltraud Alten in den Mittelpunkt ihres Jahresberichts im Verbandsgemeinderat Trier-Land. "Wir spüren den schleichenden Rückgang an Kindern und Jugendlichen in der Fläche", sagte die Diplom-Pädagogin, "was nicht nur durch den demografischen Wandel bedingt ist." Um dem entgegenzusteuern, gewinne der Jugendtreff im Heimatdorf an Bedeutung. Laut Alten führt die Zentralisierung der schulischen Einrichtungen und die Verlängerung des Schulalltags zu einer Verlagerung der Sozialräume vom Dorf weg hin zu Mittelzentren oder ins Oberzentrum Trier. Aufgrund dieser Problematik liege der Fokus der Jugendarbeit in der Verbandsgemeinde weiterhin auf der offenen Treffarbeit. In Trier-Land sei man noch in der glücklichen Lage, 23 Jugendräume zur Verfügung zu stellen. Die Zahl der Mitgliedsvereine in der Dachorganisation Jugendring, bei der Waltraud Alten angestellt ist, hat sich auf 49 erhöht. Man sei bemüht, diese Vereine (beispielsweise Jugendfeuerwehren, Jugendgruppen, Musik- und Sportvereine) in Angebot und Veranstaltungen einzubeziehen, so die Jugendpflegerin. Ihre Leistung wurde von den Sprechern aller Fraktionen gewürdigt. Bei den rund 30 Veranstaltungen in den Jugendgruppen der VG will Alten weiterhin den Gedanken der Prävention und der Bildungsarbeit in den Vordergrund stellen. Die Angebotspalette bezieht sich auf Themen wie Sucht, Gewalt, Verhütung, Sexualität und Rechtsextremismus. Alten lobte die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer. Ohne diese könne der Jugendring nicht annähernd so viele wie die fast 50 Veranstaltungen im vergangenen Jahr anbieten. Dennoch hat der Verein Probleme, genügend geeignete Betreuer für den Ferienspaß der Zwölf- bis 18-Jährigen im Sommer zu finden. Das langjährige Betreuerteam sei durch berufliche und familiäre Veränderungen auseinandergebrochen, so die Begründung der Jugendpflegerin. Und 16- oder 17-Jährige seien mit dieser Aufgabe überfordert; zudem gebe es haftungsrechtliche Probleme. Schweren Herzens habe man sich entschlossen, für die diesjährige Ferienfreizeit nur einen Bus einzusetzen. Es soll 52 Plätze geben, das ist weniger als die Anmeldezahlen der vergangenen Jahre. Bürgermeister Wolfgang Reiland sagte, dies sei unbefriedigend. Man müsse die "Durststrecke" überwinden und mittelfristig neue Lösungen finden. alf