Neun Bands und grenzenloser Jubel

29.09.2010 Alter: 7 Jahr(e)
Von: Trierischer Volksfreund vom 29.09.2010
Kategorie: Presse
64 junge Leute haben am Sonntagabend in Welschbillig ein eindrucksvolles Konzert gegeben. Rund 200 Zuhörer feierten frenetisch neun Bands, die aus dem Rock- und Pop-Workshop der Stiftung Musikjugend Trier-Land hervorgegangen sind.

Welschbillig. Christian Schilz (16) strahlt, ist nur noch happy. Eben noch wurde er auf der Bühne beim Song "Holiday" gefeiert wie Green Day-Sänger Billy Joe. Jetzt, im Saal der Kulturscheune, ist er umringt von Fans aus seinem Heimatort Ralingen, die ihm zu seinem großen Auftritt gratulieren. "Hammer, Sau-Hammer", kommentiert Christian diese Welle der Euphorie und Sympathie, die ihn und 63 Mitsänger und Mitmusiker erfasst hat.
 
Neun Dozenten, allesamt erfahrene Musiker mit Band-Erfahrung und profunder musikalischer Ausbildung, hatten den Jugendlichen im Alter von 15 bis 21 Jahren drei Tage lang in den Räumen des Jugendhilfezentrums Helenenberg Instrumental-Unterricht und Grundlagen der Improvisation vermittelt, Harmonielehre und Songwriting näher gebracht. "Es war klasse, eine super gechillte Atmosphäre", lobt Christian den Rock- und Pop-Workshop, den die Stiftung "Musikjugend Trier-Land" nun schon zum zweiten Mal als deutsch-luxemburgische Co-Produktion ermöglicht hat.
 
Und der große Aufwand hat sich gelohnt: Dank des bekannten Jazzpianisten Hen Heit als künstlerischem Leiter, der bewährten Organisation von Lothar Zengerling und der Mithilfe zahlreicher Helfer und Sponsoren wurden Workshop und Konzert ein voller Erfolg. Ob Boogie, Blues, Rock oder Soul: Die neun Bands sprühten nur so vor Enthusiasmus und Spielfreude. Die Dozenten Ben Heit, Laszlo Anducska (Saxofon), Markus Stoll (Trompete), Christoph Haupers (E-Gitarre), Fred Noll (Drums), Andreas Düro (E-Bass), Michael Brettner (E-Gitarre), Olly Rohles (Drums, Gesang) und Chitral Somapala (Gesang) hatten ganze Arbeit geleistet. Bekannte Songs von den Stones, Carole King, Kim Wilde, Tracy Chapman, Amy Winehouse und anderen Rockgrößen hatten die Jugendlichen einstudiert. Ihre Bands gaben sich für die Auftritte beim Abschlusskonzert so fantasievolle Namen wie "Key Factory", "Soulmunity", "Jurameer" oder "Funky Ladis".
 
Die Jugendlichen seien kämpferisch gewesen, hätten viel Disziplin und Herzblut gezeigt, lobten die Organisatoren. "Die Eltern können stolz auf euch sein", bemerkte der Vorsitzende des Stiftungsrats, Bürgermeister Wolfgang Reiland. Sein Dank galt allen Teilnehmern, Dozenten und Betreuern sowie der Gemeinde Welschbillig und dem Jugendhilfezentrum Helenenberg.